⚠ Sofortiger Handlungsbedarf
Zwei kritische SharePoint Server-Schwachstellen wurden in den CISA-Katalog bekannter ausgenutzter Schwachstellen aufgenommen. Bundesbehörden hatten eine Behebungsfrist bis zum 19. Juli 2026. Alle Organisationen sollten umgehend patchen.
CVE-2026-58644
Eine Deserialisierungslücke in SharePoint Server, die mehrere Versionen betrifft und authentifizierten Angreifern die Ausführung beliebigen Codes ermöglicht. CISA hat diese CVE am 16. Juli 2026 in den Katalog bekannter ausgenutzter Schwachstellen (KEV) aufgenommen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung ist kein öffentlicher Proof-of-Concept-Exploit-Code verfügbar. SharePoint Online ist nicht betroffen.
CVE-2026-50522
Hat einen CVSS-Score von 9,8 und ermöglicht die Zustellung schädlicher .NET-Deserialisierungs-Payloads über anfällige SharePoint-Endpunkte. Öffentlicher PoC-Exploit-Code für diese Schwachstelle ist verfügbar. SharePoint Online ist nicht betroffen.
Betroffene Versionen und Patches
- SharePoint Subscription Edition: KB5002882
- SharePoint 2019: KB5002883 / KB5002885
- SharePoint 2016: KB5002891 / KB5002892
Härtungsmaßnahmen
- ASP.NET-Machine-Keys nach dem Patching rotieren
- IIS auf allen betroffenen Servern neu starten
- AMSI (Antimalware Scan Interface) für SharePoint aktivieren
- MFA für alle administrativen SharePoint-Zugriffe erzwingen
- Administratorrechte prüfen und einschränken
Workarounds eliminieren das Risiko nicht. Vollständiges Patching ist die einzige zuverlässige Gegenmaßnahme.

